Welche Wandfarbe passt ins Bad?

Richtige Farbauswahl & nötige Farbeigenschaften

Hast Du das ewige Weiß in der Wohnung auch satt? In meiner vorherigen Wohnung hat es mich nicht gestört. Hauptsache es stehen Möbel darin, sodass ich Kochen und Schlafen kann. Doch nun nach dem Umzug juckt es mich in den Fingern. Jede Ecke und jeder Raum soll komplett individuell sein – auch das Badezimmer. Doch welche Wandfarbe passt ins Bad?

Dabei ist es aber nicht nur mit der Farbe selbst getan. Neben der Farbauswahl kommt es auch auf die Beschaffenheit der verfügbaren Farbe an. Vor allem sollte sie wasserresistent sein. Doch worauf sollten wir noch achten, bevor wir das Badezimmer in neuer Farbe erstrahlen lassen wollen? Schauen wir uns die Möglichkeiten einmal genauer an.

Welche Wandfarbe passt ins Bad?

Zuerst müssen wir uns aber um die Farbauswahl kümmern. In meinen Augen der wichtigste Aspekt, da wir diese jeden Tag sehen und uns wohlfühlen wollen. Diesen Wohlfühl-Status können wir mit neutralen Farben, knalligen Akzenten oder zartem Pastell erreichen. Dafür habe ich eine kleine Farbauswahl zu dem jeweiligen Vibe zusammengestellt.

Neutrale Farben

Neben Weiß gibt es noch weitere neutrale Farben, die das Gefühl im Badezimmer gänzlich verändern können. Dabei stechen Beige und Hellgrau besonders hervor. Durch die neutrale Farbgebung können wir sie mit allen bereits bestehenden Farben im Bad kombinieren. Weiterhin lässt sich auch in Zukunft viel mit Dekoration, wie zum Beispiel Handtücher, Badematten und Kerzen, experimentieren.

Außerdem sorgt die neutrale Farbgebung für ein wohliges Gefühl. Insbesondere bei Beige kommt das Wohlige stark hervor. Es strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus. Dahingegen sorgt Hellgrau eher für eine elegante und minimalistische Note. Dabei kannst Du bei Hellgrau auf die Untertöne achte. Grau lässt sich oft in warmes, neutrales und kaltes Grau unterteilen. Meine Wahl fällt oft auf warmes Grau mit braunen oder rötlichen Untertönen.

In meinem kleinen Badezimmer werde ich mich für Beige entscheiden. Da bereits Terracotta-Fliesen verlegt wurde, ergänzt Beige das mediterrane Flair perfekt. Jetzt brauche ich nur noch die richtige Dekoration. Übrigens solltest auch Du bei der Gestaltung die Fliesen mit einbeziehen. Oftmals sind Badfliesen weiß und schränken die Möglichkeiten leicht ein.

Intensive und knallige Farben

Neutrale Farben lassen sich natürlich universell einsetzen. Doch so richtig interessant wird es erst bei bunten Farben. Zwischen knalligen und intensiven Farben gilt es richtiges Fingerspitzengefühl an den Tag zu legen. Dabei fällt die Wahl gerne auf Juwelenfarben. Dazu gehören Blau, Grün und Rot. Auch die Abstufungen und Mischfarben kommen gerne im Badezimmer zum Einsatz.

Beispielsweise Lila und Gelb fallen in die beliebte Kategorie. Mit etwas Mut gestaltet man ein schwarzes Badezimmer. Idealerweise nutzt Du intensive und leicht abgedunkelte Farben. Diese bringen in Kombination mit weißen Fliesen und Armaturen einen eleganten und edlen Stil. Persönlich würde ich die Farben zusätzlich mit Holzakzenten kombinieren, da das natürliche Material die edle Wirkung auflockert und wohnlicher erscheinen lässt.

Pastellfarben

Einen tollen Mittelweg von neutral und intensiv bietet Pastell. Damit bekommst Du einen Farbklecks in das Badezimmer und es behält dennoch eine dezente Note. Weiterhin sorgen Pastellfarben für ein lebendiges und frisches Wohngefühl. Insbesondere am frühen Morgen, wenn man noch müde ist, kann es einen feinen Unterschied machen.

Für Pastellfarben fällt die Wahl auf Altrosa und Mintgrün. Altrosa strahlt Gemütlichkeit aus und erinnert mich manchmal an die Rosatöne eines Sonnenaufgangs. Perfekter Begleiter für die morgendliche Routine. Zusammen mit Sandtönen sorgst Du für ein urlaubsreifes Strandgefühl (und das ganz ohne Blau oder Türkis!).

Dahingegen bringt Mintgrün den frischen Touch und nach einer Dusche fühlt man sich doppelt so aufgefrischt. Gerade bei ermattenden Sommertemperaturen die ideale Ergänzung.

Welche Wandfarbe für kleines Bad?

Schaut man sich einmal die Vielzahl von Wohnungen an, dann stellen wir fest: Das Badezimmer ist oftmals ziemlich klein. Gerade in Berlin habe ich schon abenteuerliche Umbauten der Speisekammer entdeckt, die mit getrennter Dusche, getrenntem Waschbecken und einer abgetrennten Toilette „punkten“ wollten. War jetzt nicht so der Knaller.

Aber umso wichtiger ist es eben über kleine Bäder zu sprechen. An dieser Stelle habe ich sogar das große Glück ein Bad mit Fenster zu haben. Auch das trifft nicht immer zu. Doch egal, ob Du ein kleines Bad mit oder ohne Fenster besitzt: Die Farbwahl ist eher auf hell getrimmt. Helle Wandfarben vergrößern optisch den Raum und geben die mehr Luft zum Gestalten.

Hier wäre es auch die Überlegung wert, nur eine Wand bzw. gegenüberliegende Wände mit Farbe zu streichen. Diese heben sich sichtlich von den weißen Wänden ab und geben der Aufteilung mehr Tiefe.

Welche Eigenschaften sollte die Wandfarbe mitbringen?

Für das Badezimmer ist nicht nur die Farbe entscheidend. Die verwendete Farbe sollte einige wichtige Eigenschaften mitbringen, damit wir auch langfristig Freude an unserem Ergebnis haben. Vor allem sollte die Farbe wasserresistent sein. Dazu kommen dann noch weitere Eigenschaften, wie beispielsweise eine lange Haltbarkeit, Scheuerfestigkeit, schmutzabweisend und noch viele mehr.

Begibst Du Dich auf die Suche nach diesen Eigenschaften, dann stolpert man über drei Varianten: Latexfarbe, Silikatfarbe und Kreidefarbe. Schauen wir uns diese drei Kandidaten einmal genauer an, und beurteilen, welche davon für die persönlichen Umstände am besten passt.

Ist Latexfarbe für das Bad geeignet?

Ein beliebter Kandidat für das Streichen des Badezimmers ist Latexfarbe. Es bringt viele gute Eigenschaften mit sich, die die Verwendung befürworten. Allerdings gibt es auch einen Haken, den wir unbedingt beachten sollten. Doch wodurch zeichnet sich Latexfarbe eigentlich aus? Sie ist:

  • wasserresistent
  • abwaschbar
  • teils scheuerfest
  • diffusionsdicht
  • schmutzabweisend
  • lösemittelfrei
  • lange Haltbarkeit

Sieht doch im ersten Moment schon vielversprechend aus. An dieser Farbbeschichtung perlt das Wasser einfach ab. Zusätzlich lässt sich Schmutz ganz einfach entfernen. Unter hygienischen Aspekten ist die Latexfarbe ideal. Weiterhin lässt sich Latexfarbe mit Abtönfarbe mischen. Dementsprechend kannst Du Deinen perfekten Farbton finden und an die Wand bringen.

Doch es ist nicht alles perfekt. Der Punkt „diffusionsdicht“ stellt ein großes Manko für die Verwendung im Bad dar. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine nicht wasserdurchlässige Beschichtung. Perfekt, da die Farbe abperlt, aber kritisch, wenn nicht ordentlich gearbeitet wird.

Sollte bei unsauberer Arbeit Wasser hinter die Farbe gelangen, zieht diese in Wand und verdunstet dort nicht. Damit hat Schimmel ideale Lebensbedingungen und breitet sich aus – ohne, dass wir etwas merken. Möchtest Du Dein Bad selbst streichen, dann greife lieber zu alternativen Farben. Latexfarbe sollte idealerweise von einem professionellen Maler angebracht werden.

Was sind gute Alternativen zur Latexfarbe?

Im Allgemeinen solltest Du beim Kauf einer Wandfarbe auf die Diffusionsfähigkeit achten. Somit garantieren wir, dass der Wasserdampf weiterhin entweichen kann und sich kein Schimmel bildet. Ein Fachmann im Handel sollte Dir dazu eine entsprechende Beratung geben. Raumklimaregulierende Farben sind hierbei das Zauberwort. Beispiele sind Lehm- und Kalkfarbe.

Lehmfarbe ergibt in Kombination mit Lehmputz ein perfektes Zusammenspiel. Die Farbe kann atmen und somit sehr gut Wasser aufnehmen und abgeben. Hingegen hat Kalkfarbe einen gänzlich anderen Ansatz. Diese hat einen so hohen pH-Wert, dass sich Schimmel darauf gar nicht erst bilden kann. Weiterhin ist Kalkfarbe diffusionsoffen und verträgt ebenso Feuchtigkeit.

Wie sieht es mit Silikatfarbe aus?

Silikatfarbe funktioniert ähnlich wie Kalkfarbe. Mit seinem hohen pH-Wert nimmt es Schimmelpilzen schon nahezu jede Grundlage. Zusätzlich weist die Silikatfarbe eine interessante Art der Feuchtigkeitsregulierung auf. Im Grund genommen nimmt die Farbe den Wasserdampf auf und „speichert“ diesen so lange, bis die Umgebung wieder trocken ist. Danach gibt die Farbe das gespeicherte Wasser wieder an die Umgebung ab.

Im Zusammenspiel mit einer mineralischen Spachtelfläche hast Du das perfekte Sorglos-Paket gegen Schimmel. Die Spachtelfläche hat nämlich die Eigenschaft viel Feuchtigkeit in kurzer Zeit aufzunehmen. Ergo kann kein Wasser in die Wand gelangen. Somit bleibt auch die Dämmung unversehrt und voll funktionsfähig.

Ist Kreidefarbe für das Badezimmer geeignet?

Streng genommen handelt es sich bei Kreide ebenso um Kalk. Dementsprechend wartet die Kreidefarbe mit ähnlichen Eigenschaften wie die Kalkfarbe auf. Somit kannst Du auch bei dieser Auswahl auf eine diffusionsoffene Variante setzen, die mit einem hohen pH-Wert dem Schimmel das Leben schwer macht. Weiterhin verträgt die Kreidefarbe auch sehr gut Feuchtigkeit.

Welche Wandfarbe im Duschbereich?

Nun haben wir schon über verschiedene Farbtypen geredet. Allerdings sind wir dabei noch nicht so richtig auf den Duschbereich eingegangen. Hier kommt die Farbe direkt mit Wasser in Berührung. Die klassische Dispersionsfarbe, wie sie beispielsweise im Wohnzimmer zum Einsatz kommt, hat hier absolut nicht verloren.

Auch die bereits erwähnte Dispersionsfarbe ist nicht unbedingt für den Duschbereich geeignet. Gerade in der Nasszone sollten wir dieses Risiko unter keinen Umständen eingehen. Es gibt noch zwei weitere Varianten, über die wir bisher gar nicht gesprochen haben. Dabei handelt es sich um Elefantenhaut und um Bootslack.

Elefantenhaut ist eine wasserdichte und transparente Schutzschicht, welche man beispielsweise als Überzug benutzen kann. Bootslack besitzt eine absolute Wasserdichte. Es eignet sich als hervorragender Überzug und überzeugt als farbiger Anstrich.

Welche Farben sind im Bad modern?

Was wir jetzt als modern bezeichnen, ist möglicherweise in der nächsten Woche schon wieder uninteressant. Nichtsdestotrotz geben wir Dir fünf Ideen mit auf den Weg, die immer wiederkehren und somit eine zeitlose und moderne Ästhetik versprechen. Vor allem ein naturähnliches Bild soll durch die Farbwahl entstehen.

Seichte Sandtöne

Wie bereits am Anfang des Beitrags schwöre ich auf Beige. Nebst Beige kannst Du natürlich noch andere Abstufungen von Beige und Hellbraun ausprobieren. Mit ihnen hast Du die Möglichkeit viele spannende Farbkombinationen auszuprobieren. Dabei behalten Sie immer einen angenehm dezenten und warmen Stil bei. Sehr spannend: Probiere metallene Akzente im Badezimmer aus und schau, wie sie dem Beige zusätzlich schmeicheln.

Frisches Grün

Grün belebt die Geister. Die Farbe steht sprichwörtlich für Leben, wenn wir nur einen Blick in die Natur werfen. Kommt die Farbe in entsprechenden Nuancen im Badezimmer zum Einsatz, zaubern wir uns eine naturnahe und frische Einrichtung. Idealerweise eignen sich hier helle oder pastellige Grüntöne. Mit dunkelbraunen oder hölzernen Akzenten sorgen für einen schönen Kontrast und betonen die Natürlichkeit der Einrichtung.

Das blaue Bad

Es gibt wohl nichts Klassischeres als ein blaues Badezimmer. Die Kombination aus Blau und Weiß springt uns sofort in den Sinn. Und wer kann es auch verübeln, denn die Kombination schafft den perfekten Spagat zwischen belebend und harmonisch. Zusätzlich ist der maritime Look sehr beliebt. Auch hier kann man viel mit natürlichen Dingen arbeiten und zum Beispiel Funde vom Strand drapieren und ausstellen.

Insbesondere die typisch silbernen Armaturen stechen in Kombination mit Blau besonders hervor. Nichtsdestotrotz kannst Du bei dem Farb-Trio weitere spannende Akzente setzen. Beispielsweise kann ein Klecks Orange, Rot oder andere Farben, die Dich interessieren, nicht schaden.

Reiches Rot

Die Farbe Rot trifft man im Badezimmer sehr selten an. Immerhin ist die Farbe ziemlich gewagt und für manch einen auch zu exzentrisch. Allerdings belohnt Dich die rote Farbe mit einer edlen und stilsicheren Einrichtung. Setze in der Einrichtung gezielt Akzente und Du kannst kaum etwas falsch machen.

Beispielsweise rundet man die Einrichtung mit dem typischen Weiß und hellem Holz ab. Somit büßt man keine Raumgröße ein und behält einen edlen Stil ein.

Stilvolles Schwarz

Ebenso selten ist Schwarz anzutreffen. Doch seien wir einmal ehrlich: Die Farbe ist bereits in vielen Küchen ein sehr gefragter Renner. Warum also nicht auch einmal im Badezimmer ausprobieren. Und siehe da! So eine stilvolle Einrichtung hast Du sicherlich selten in einem Badezimmer gesehen. Durch das typische Weiß haben wir einen sehr kräftigen Kontrast und damit ein dynamisches Duo.

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